Berlin, 24. Juni 2026 – In Bayern werden zwei Schulkinder mit einem Hammer angegriffen und verletzt. Mehrere Moscheen in Nordrhein-Westfalen erhalten Bombendrohungen. In Dresden beleidigt eine Frau zwei Mädchen rassistisch und versucht einer 14-Jährigen das Kopftuch herunterzureißen. Antimuslimischer Rassismus gehört für viele Menschen in Deutschland zum Alltag – ob auf der Straße, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnumfeld oder im Kontakt mit Behörden. Das zeigt das heute veröffentlichte bundesweite zivilgesellschaftliche Lagebild antimuslimischer Rassismus von CLAIM: 4.096antimuslimische Vorfälle wurden 2025 bundesweit dokumentiert – darunter Diskriminierungen, Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen sowie körperliche Gewalttaten (2024: 3.080). 2025 wurden zwei Tötungsdelikte erfasst (2024: 2). Zudem wurden mehr schwere Übergriffe in Form von Körperverletzungen dokumentiert (2025: 214, 2024: 198). Damit ereignen sich im Durchschnitt 11 antimuslimische Vorfälle pro Tag in Deutschland. Die tatsächliche Zahl liegt deutlich höher, da viele Vorfälle weder gemeldet noch angezeigt werden.