Wissen über antimuslimischen Rassismus vermitteln – Trainings für Verwaltung und Behörden gestalten – Praxisorientierte Fortbildung für Antidiskriminierungs-, Antirassismus- und Diversity-Trainer*innen
Wissen über antimuslimischen Rassismus vermitteln – Trainings für Verwaltung und Behörden gestalten – Praxisorientierte Fortbildung für Antidiskriminierungs-, Antirassismus- und Diversity-Trainer*innen
Beginn: 12. Dezember 2026, 10:00 Uhr
Ende: 18. Januar 2027
Berlin
Region: Berlin
Kategorie: Fortbildung/Workshop
Worum geht es?
Wie lassen sich Trainings und Workshops zu antimuslimischem Rassismus gestalten, wenn Verwaltungsmitarbeitende die Zielgruppe sind oder Behörden als Kooperationspartner und Auftraggeber auftreten? Welche Kenntnisse über antimuslimischen Rassismus sind dabei relevant? Welche besonderen Anforderungen bringt die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Behörden mit sich? Und wie können Trainer*innen auch in herausfordernden Situationen souverän und handlungsfähig bleiben?
Die aufeinander aufbauende Fortbildung umfasst zwei thematische Schwerpunkte: Antimuslimischer Rassismus und rassismuskritische Bildungsarbeit in der Zusammenarbeit mit Verwaltung und Behörden. Die Teilnehmenden erwerben Grundlagenwissen zu antimuslimischem Rassismus und setzen sich mit seinen Erscheinungsformen auseinander. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit den besonderen Anforderungen, Rollen und Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Verwaltung und Behörden. Praxisorientierte Methoden werden gemeinsam erprobt und im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Gruppen und institutionellen Kontexten reflektiert.
Für wen?
Die Fortbildung richtet sich an Antidiskriminierungs-, Antirassismus- und Diversity-Trainer*innen, die ihre Expertise zu antimuslimischem Rassismus sowie Kompetenzen für die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Behörden vertiefen möchten.
Termine:
Teil 1
12.-13. Dezember 2026 | Berlin, Jeweils 10-16 Uhr
Referent*innen: Mehmet Arbag und Anna Sabel, Verband binationaler Familien und Partnerschaften
- Antimuslimischer Rassismus und Methoden: Grundlagen des Antimuslimischen Rassismus, Methoden sowie praktische Übungen
- Praxis & herausfordernde Situationen: Gruppendynamik, Widerstände und schwierige Situationen, Moderation und Kommunikation, Praxistransfer und Entwicklung eigener Trainingseinheiten
Teil 2
14. Januar 2027 | Online 15:00-18:30 Uhr
18. Januar 2027 | Online 15:00-18:30 Uhr
Referentin:
Ikram Errahmouni-Rimi, Dozentin und Trainerin zu den Themen Antidiskriminierung, Antirassismus, Hasskriminalität und Diversity
- Verwaltung und Behörden: rassismuskritische Bildungsarbeit mit Öffentlichen Verwaltungen, Verwaltungslogiken, -sprache und -praxis
Wichtig:
Die Teilnahme ist nur an beiden Teilen gemeinsam möglich. Eine Teilnahme an einzelnen Tagen ist nicht vorgesehen.
Der Veranstaltungsort ist rollstuhlzugänglich, befindet sich in Berlin Mitte und wird mit der Anmeldebestätigung mitgeteilt.
Stipendium:
Teilnahme inklusive Kostenübernahme
Für die Teilnahme werden Stipendien vergeben. Die Teilnahme an der Fortbildung ist kostenfrei. Für Teilnehmende mit Wohnsitz außerhalb Berlins können zudem die Reisekosten sowie zwei Übernachtungen übernommen werden.
Bei Bedarf kann CLAIM Flextickets für die Zugverbindungen buchen. Es gibt zudem ein Kontingent an Hotelzimmern, das ebenfalls genutzt werden kann.
Bewerbung
Interessierte Trainer*innen bewerben sich mit einem kurzen Lebenslauf (Kurz-CV) und ggf. mit Angabe eines Stipendiumwunsches bei Elisabeth Keuten ek@claim-organisation.de
Bewerbungsfrist: 15. November 2026
Details zum inhaltlichen Ablauf:
Im ersten Teil der Fortbildung wird antimuslimischer Rassismus begrifflich eingeordnet und seine Erscheinungsformen sowie historischen Hintergründe besprochen. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer*innen praxisorientierte Methoden kennen, probieren diese gemeinsam aus und reflektieren ihre Einsatzmöglichkeiten für unterschiedliche Gruppen und institutionelle Kontexte.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Rolle als Trainerin: Gemeinsam beschäftigen wir uns mit Gruppendynamiken, schwierigen Situationen und der Frage, wie Trainings auch in formellen und hierarchisch geprägten Kontexten rassismuskritisch, lebendig und beteiligungsorientiert gestaltet werden können.
Die Teilnehmerinnen erhalten Raum, eigene Erfahrungen und konkrete Situationen aus ihrer Praxis einzubringen, Methoden auszuprobieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln.
Der zweite Teil der Fortbildung findet im Januar statt und fokussiert den Kontext der öffentlichen Verwaltung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie rassismuskritische Bildungsarbeit gestaltet werden kann, wenn Verwaltungsmitarbeitende die Zielgruppe eines Trainings sind oder Behörden als Auftraggeber und Kooperationspartner auftreten.
Dabei wird der berufliche Alltag von Verwaltungsmitarbeitenden sowie die besonderen institutionellen Rahmenbedingungen in den Blick genommen. Es wird sich mit Verwaltungslogiken, Sprache und Praxis, mit Entscheidungs- und Handlungsspielräumen sowie mit den unterschiedlichen Rollen und Erwartungen beschäftigt, die in Trainings im Verwaltungskontext aufeinandertreffen können. Anhand konkreter Beispiele aus der Verwaltungspraxis werden Situationen und Fragestellungen aufgegriffen, die für die Arbeit von Trainer*innen relevant sind.
Die Fortbildung ist ein Angebot der CLAIM gGmbH im Rahmen des Modellprojekts „Verwaltung wirkt – Rassismuskritische Praxis stärken – antimuslimischen Rassismus abbauen“. Das Projekt vernetzt bundesweit Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft und der Öffentlichen Verwaltung und stärkt ihre Schnittstellen. Es qualifiziert Fach- und Führungskräfte der Öffentlichen Verwaltung sowie Antidiskriminierungs-, Rassismus- und Diversitytrainer*innen zu antimuslimischem Rassismus und sichert den nachhaltigen Transfer von Expertisen.
Zu unseren Angeboten gehören Fortbildungen für Fach- und Führungskräfte (Inhouse und digital) sowie für Antidiskriminierungs-, Rassismus- und Diversitytrainer*innen mit Schwerpunkt antimuslimischer Rassismus sowie Fachvorträge.
Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.
Über CLAIM: CLAIM ist eine bundesweit tätige gemeinnützige Organisation und setzt sich dafür ein, antimuslimischen Rassismus in Deutschland sichtbar zu machen und wirksames Handeln dagegen zu ermöglichen.
CLAIM sensibilisiert, vernetzt, unterstützt Zivilgesellschaft und Institutionen und dokumentiert bundesweit Vorfälle von antimuslimischem Rassismus. Wir verstehen unsere Arbeit als fachlichen Beitrag zu Stabilität, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischer Resilienz. CLAIM wird unter anderem gefördert vom Bundesministerium des Innern im Rahmen der Deutschen Islam Konferenz sowie von der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung des Landes Berlin. Mehr Informationen unter claim-organsiation.de